Aus dem Nichts sind sie plötzlich erschienen. Riesige Raumschiffe befinden sich über mehrere Großstädte auf der Erde. Kurz darauf kommt es zum ersten Kontakt mit den Außerirdischen. Sie kommen in Frieden und brauchen die Hilfe der Menschen. Einige wenige Menschen trauen den Worten der Besucher nicht. Darunter Reporter Mike Donovan (Marc Singer) und Dr. Juliet Parrish (Faye Grant). Sie sollen Recht behalten. Doch die Besucher sind schon überall und haben bereits alle wichtigen Institutionen in ihrer Gewalt gebracht. Nun liegt die Hoffnung der ganzen Erde in den Händen von wenigen kleinen Widerstandsgruppen, die versuchen, die außerirdischen Besucher aufzuhalten...
"V - Die außerirdischen Besucher kommen" war in den frühen 80 er Jahren eine SCI-FI Serie, die man getrost als "Straßenfeger" bezeichnen kann. Die Serie entfachte damals ein so großes Interesse bei den Zuschauern, das sie sogar teilweise in Kneipen und Discotheken gezeigt wurde. Das ist sicherlich eine Tatsache, die man sich kaum vorstellen kann, aber es war wirklich so.
Jeder, der die Serie kennt, müsste meiner Meinung nach eigentlich ziemlich schnell merken, das hier die Geschichte des Nationalsozialismus in einer SCI-FI Version erzählt wird. Die Menschheit bekommt Besuch aus dem Weltall, der am Anfang auch sehr nett und hilfsbereit ist, sich bei genauerem Hinsehen aber sehr schnell als feindlich gesinnte Macht herausstellt. Es handelt sich bei den Außerirdischen auch keineswegs um Menschen, obwohl ihr äusseres Erscheinungsbild darauf schließen lässt. Nein, unter den menschlichen Masken kommen Leguane zum Vorschein, die nichts anderes im Sinn haben, als die Erde auszurotten und die Menschen als Futter zu gebrauchen.
Natürlich bilden sich dann auch Widerstandsgruppen, die den fast aussichtslosen Kampf gegen die Eindringlinge aufnehmen und auch immer wieder Erfolge erzielen können. Aber es gibt auch die andere Seite, nämlich Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind und mit den Besuchern zusammenarbeiten.
Diese futuristische Version der NS - Zeit, die damals für das TV produziert wurde, hat auch Heute, nach über 20 Jahren immer noch ihren Reiz, da jede einzelne Episode sehr spannend gestaltet ist. Ich persönlich bin sogar der Meinung, das diese Serie absolutes Suchtpotential beinhaltet. Wenn der Zuschauer erst einmal eine Episode gesehen hat, dann ist er automatisch vom "V - Virus" infiziert und will auch wissen, wie es weitergeht.
Das liegt natürlich an mehreren Faktoren, wie zum Beispiel der wirklich interessanten Thematik, die diese Serie behandelt, weiterhin gibt es hier einfach keine langweiligen Passagen, selbst die ruhigeren Passagen, in denen nicht gekämpft wird, werden durch interessante Dialoge gefüllt. Hinzu kommen die für eine TV Produktion wirklich guten Darsteller, die durch ihre Leistungen dem Zuschauer ein Gefühl der Glaubhaftigkeit vermitteln, so das man sich auch durchaus in ihre Rollen hineinversetzen kann . Besonders Marc Singer (Mike Donovan) und Faye Grant (Julie Parish) als Anführer des Widerstandes sammeln hier sehr viele Sympathiepunkte, da sie nicht einfach nur die harten Widerstandskämpfer herauskehren, sondern auch menschliche Gefühle und Schwächen zeigen.
In einer der tragenden Nebenrollen ist ja auch Robert Englund, der vielen besser als Freddy Krueger bekannt ist, zu sehen. Er spielt einen der Außerirdischen, der aber später mit den Widerstandskämpfern zusammenarbeitet. Er sorgt auch teilweise für einen humorigen Anteil der Serie, da er die Sprache der Menschen nicht perfekt beherrscht und dadurch sehr witzige Wortkreationen hervorbringt.
Wenn man die FX dieser Serie betrachtet, muß man sagen, das sie natürlich im Gegensatz zu den heutigen Möglichkeiten eher sehr bieder wirken, aber für eine TV Produktion der damaligen Zeit sind sie doch recht ordentlich.
"V - Die außerirdischen Besucher kommen" ist eine wirklich sehr spannende und gut inszenierte Serie, die mit dem technischen Standard von Heute nicht mehr mithalten kann, was der Qualität der Serie an sich aber keinerlei Abbruch tut. Wer auf Spannung und eine interessante Thematik steht, der sollte sich diese Kult - Serie auf jeden Fall einmal anschauen.
10/10
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Rund ein Jahr nach dem angeblich letzten Kampf gegen die außerirdischen Besatzer kehren die Aliens zurück. Nathan Bates, dessen biologische Waffe den ersten Kampf zugunsten der Menschheit entschieden hatte, setzt nun alles daran, die außerirdische Technologie in die Finger zu bekommen. Zu diesem Zweck verbündet er sich mit deren Anführerin Diana. Mike Donovan, einer der Anführer des irdischen Widerstands, bekommt Wind von Bates' Plänen und organisiert die endgültige Vernichtung der Invasoren.
Nachdem die erste Staffel "V - Die außerirdischen Besucher kommen" einen so riesigen Erfolg bei den Zuschauern erzielte, lag es eigentlich auf der Hand, das noch eine weitere Staffel produziert wurde. So wurden also noch einmal 19 weitere in sich abgeschloßene Episoden gedreht, die jeweils eine Laufzeit von ca. 45 Minuten haben.
Nachdem man glaubte, die Besucher endgültig verjagt zu haben, musste man sich eines Besseren belehren lassen. Der rote Staub, der die Besucher am Ende der ersten Staffel von der Erde vertrieben hatte, da er auf die Leguane tödlich wirkte, hat seine Wirkung verloren. Diese Tatsache animiert die Außerirdischen, ein zweites Mal auf die Erde zu kommen, um sie zu vernichten. Ein weiterer, harter Kampf um den blauen Planeten entbrennt.
Leider ist es bei dieser zweiten Staffel nicht ganz gelungen, das hohe Niveau der ersten zu halten. Die einzelnen Episoden sind zwar auch interessant und spannend inszeniert, aber irgendwie wirkt die Geschichte nicht mehr ganz so flüssig, wie noch im ersten Teil. Wo die gesamte erste Staffel doch eher das Gefühl einer einzigen, ineinander übergreifenden Geschichte beim Zuschauer hinterlassen hat, so wirkt das Geschehen hier doch irgendwie abgehackter.
Durch die ineinander abgeschloßenen Episoden bekommt man nicht mehr dieses intensive Gefühl, das es sich um eine Geschichte handelt. das liegt sicherlich auch darin begründet, das hier meiner Meinung nach zu viele Nebenschauplätze gewählt wurden, an denen die Widerstandskämpfer zu Werke gehen. Wo sich im ersten Teil noch das gesamte Geschehen in L.A. abspielte und die Rebellen auch immer zusammen agierten, so wird mir in dieser Staffel einfach zu oft gesplittet.
Mir wird in einigen Episoden einfach zuviel auf gewisse Einzelschicksale eingegangen, wobei das Gesamtziel, nämlich die endgültige Vernichtung der Besucher etwas in den Hintergrung gerät. Aber das ist halt nur mein rein persönliches Empfinden.
Auf der anderen Seite gefällt mir hier sehr gut, das intensiv auf die Intrigen und Machtkämpfe unter den Außerirdischen selbst eingegangen wird, das kam in der ersten Staffel noch nicht so gut zum Vorschein, dafür wird es aber umso stärker nachgeholt.
Mittlerweile gibt es ja endlich auch diese Folgen aud DVD zu bewundern, wobei man allerdings anmerken muß, das die bisherige DVD - Auswertung rein technisch gesehen nicht gerade höheren Ansprüchen genügt. Der Ton klingt ziemlich dumpf und auch die Bildqualität entspricht lediglich VHS Niveau. Aber am meisten enttäuschend empfinde ich die Tatsache, das es überhaubt keine Extras gibt. So wirkt die DVD - veröffentlichung doch etwas lieblos, da hätte man den Fans dieser Serie ruhig etwas mehr bieten können.
Diese Staffel kann von der Qualität nicht mehr ganz an die vorherige anknüpfen, ist aber für Fans trotzdem ein absolutes Pflichtprogramm, schon allein aus dem Grund, weil ohne diese Folgen die Serie nicht komplett ist. Leute, die hohe technische Ansprüche an eine DVD haben, sollten sich den Kauf dieser Box allerdings reiflich überlegen.
7,5/10