Titel: Das Ende
Originaltitel: Grim Reaper: End of Days
Erscheinungsjahr: Vollständige deutsche Erstausgabe 01/2012
Verlag Heyne
Autor: Steve Alten
Genre: Endzeit-Thriller
Seiten: 720 Seiten
ISBN oder Bestellnummer ISBN-10: 3453436105 ISBN-13: 978-3453436107
Inhalt:
666 Jahre nachdem die Pest Europa heimsuchte und die Hälfte der Weltbevölkerung dahinraffte, ist der Schwarze Tod zruückgekehrt. Mitten in Manhattan bricht die Seuche erneut aus. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und versinkt im Chaos. Nur eine Handvoll Überlebender vermag die Zeichen des Untergangs richtig zu deuten. Wird ihnen die Flucht von der Insel gelingen?
Sonstiges:
"2012"-Trilogie
1. Schatten der Verdammnis (Domain)
2. Die Rückkehr (Resurrection)
3. Die Prophezeiung (Phobos)
Einzelband
Das Ende (Grim Reaper – End of Days)
Zur Leseprobe
H I E R entlang
Fazit:
Zuersteinmal muss ich sagen, dass ich die Bewertung dieses Buches nicht gerade einfach finde. Ich versuche die verschiedenen Facetten des Buches einzeln zu erläutern...eine wirklich stimmige Meinung, kann ich aber eher nicht angeben.
Zuersteinmal das Buch in seinem Gesamten:
Wir starten mit Sergeant Patrick Shepherd der einen Arm verloren hat und in einem Veteranen Krankenhaus gelandet ist. Er leidet unter Amnesie und Depressionen. Seine Ärztin Leigh Nelson versucht ihm so gut wie es ihr möglich ist zu helfen und die Erinnerungen ihm wieder zugänglich zu machen.
Dazu haben wir noch dutzende andere Charaktere wie z.B. Mary Klipot, eine Wissenschaftlerin die in einem Forschungslabor an dem Pesterreger
Scythe arbeitet, Virgil ein Psychiater und später helfender Freund für Patrick, Prof. Pankaj Patel und einen ganzen Haufen weiterer.
Diese wahre Charakterflut führt leider dazu, dass man sich die ersten ca. 150 Seiten durch das Buch liest und ausser vielen weiterer Personen nicht wirklich etwas spannendes passiert.
Danach fängt es an...der Pesterreger wird frei gesetzt. Ausgerechnet bei einer UN-Versammlung. Sämtliche Vertreter aller anwesenden Länder sind betroffen, doch nicht nur diese, auch auf dem Platz davor, wo eine ganze Menschenmenge steht, bricht die Pest aus. Ein besonders aggresiver Erreger, der binnen einiger Stunden tödlich ist und sich über die Luft überträgt. Manhatten wird daraufhin abgeriegelt. Die Brücken werden gesprengt und Boote, die sich auf den Flüssen Richtung dem Festland befinden sowie Schwimmer werden erschossen.
Doch es gibt ein Gegenmittel. Patrick Shepherd bekommt es in die Hände und da das Militär mal wieder nicht gerade sehr diplomatisch vorgeht, flieht er mitsamt dem Serum in einem Hubschrauber, den er mitten in Manhattan notlanden muss. Ab dort wird er von einem Bekannten von ihm geführt und sie versuchen seine Frau und das Kind zu finden, welche ihn damals verlassen hat, als er zur Army ging.
So schlagen sich die zwei durch das endzeitliche Manhattan, verfolgt von Pestinfizierten, Gangs und dem Militär. Sie finden noch weitere Überlebende, die sich ihnen anschließen und helfen, auch helfen sie Leuten, die in Not geraten sind. Über das Ende von "Das Ende" möchte ich gar nicht mehr viel schreiben. Es gibt ein paar Überraschungen, die ich eigentlich gar nicht so schlecht finde, aber das würde den Rahmen hier eindeutig sprengen und auch Spannung herausnehmen.
Ergänzt wird die ganze Geschichte noch durch Tagebucheinträge von Guy de Chauliac, der Leibarzt des Papstes. Das Tagebuch wird in einer Zeit von 1346-1348 angesetzt....(und jetzt rechnen wir mal die 666 Jahre drauf, die oben beschrieben werden und landen im Jahre???)
So...nun zu dem "anderen" Teil des Buches.
Durch das gesamte Buch (beginnend beim Vorwort) lässt uns der Autor an seiner Einstellung zur Spiritualität, bzw. Religion teilhaben. Für mich gehört diese Thematik nicht wirklich in einen Thriller hinein, bzw. nicht in solchen Ausmaßen.
Generell stört es mich, dass der Autor wirklich sehr viel von diesem Thema in das Buch eingebaut hat, obwohl ich vom Grundtenor mit ihm übereinstimme, allerdings meine "Spiritualität" bei weitem nicht so tief geht, wie seine Beschreibungen. Vermutlich hat das Buch aufgrund dieser Tatsache auch überall reichlich schlechte Kritiken bekommen, was ich durchaus verstehen kann. Wer dieses Buch liest und entweder damit nichts anfangen kann oder einfach nicht seiner Meinung ist, wird bestimmt keine Freude an dieser Geschichte haben. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich im Grundsätzlichen zwar mit ihm übereinstimme, aber es trotzdem schlicht und ergreifend zu viel ist.
Ich fasse also nochmals zusammen.
Positiv:
-Gute Story, aus der man aber mehr hätte machen können
-Sympathische Charaktere und fiese Fieslinge

-Das verlorene Tagebuch (mein persönlicher Hinweis ist das Jahr 1346 in dem es geschrieben wurde und die 666Jahre, wenn die Pest wiederkommt)
Negativ:
-Unzählige Charaktere, die manchmal nur einmal auftauchen. Ich hab mir schon überlegt, sie mir alle aufzuschreiben um sie auseinanderzuhalten.
-Sehr lange Einleitung der ganzen Geschichte.
-Ein hohes Maß an Spiritualität, die als guter Gedankengang, störend oder einfach furchtbar empfunden werden kann (je nach persönlicher Ansicht)
-Klappentext des Buches ist irreführend und nicht ganz korrekt.
Note: 6/10