Sehe ich wie Horror1966, dieser Film ist eindeutig eine der besten Umsetzungen einer Story von King, die ich bisher sehen durfte. Hier wird eine Gänsehautspannung aufgebaut, wie sie im Grunde wirklich nur mit der Kurzgeschichte zu vergleichen ist. Der Horror kommt schleichend über den kleinen Landstrich in Maine - wo ja fast alle Kinggeschichten angesiedelt sind - und nimmt dann plötzlich Fahrt auf.
Im Einklang mit dem wunderbar schaurigen Soundtrack und den starken Bilder wird man so in eine aus den fugen geratene Welt hineingezogen, die mich nicht kalt ließ. Hinzu komm ein unglaublicher Cast, allen voran Marcia Gay-Harden als Missus Carmody, die hier unheimlich intensiv spielt. Die Rolle an sich ist natürlich mehr als unsymphatisch, aber das muss man erstmal so spielen können, dass man die Figur wirklich abgrundtief hasst. Als Conterpart dann Thomas Jane, der mir bis dahin nur als Actionheld auffiel (The Punisher, Deep Blue Sea) und hier schauspielerisch über sich hinauswächst. Spätestens beim Ende weiß er vollkommen zu überzeugen.
Ja, das Ende des Films... Mann, ich kannte ja das nihilistische Ende der Buchvorlage, aber hier hat Regisseur Frank Darabont noch einen draufgesetzt. Das ist einfach bitter und wenn dann im Hintergrund "The Host of Seraphim" von Dead can Dance gespielt wird haut es einen entgültig vom Sitz. Ich gebe offen zu dass ich bei dieser Szene jedesmal den Tränen nahe bin. Das ist einfach unglaublich böse.
Ein extrem guter Film, der in meiner Top 100 weit oben rangiert.
Anmerkung: Für alle Fans vom Dunklen Turm - in der Einführungsszene mit Thomas Jane in seinem Atelier sieht man wie er an einem Bild von Roland im Feld der Rosen vor dem Turm arbeitet.

(Direkt daneben sieht man das Poster von John Carpenters "The Thing"

)