Titel: Der Augensammler
Originaltitel: Der Augensammler
Erscheinungsjahr: 06/2010
Verlag Droemer Knaur
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Seiten: 439 Seiten
ISBN oder Bestellnummer ISBN3-426-19851-7 ISBN 13 978-3-426-19851-3
Inhalt:
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.
Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …
Sonstiges:
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Fazit:
Mal wieder ein Fitzek-Roman...das wird dann wohl spannend werden....dachte ich und wurde nicht enttäuscht.
Wir starten direkt im Geschehen...beziehungsweise eher am letzten Kapitel. Letztes Kapitel? Ganz recht. Wir rollen das Buch von hinten auf. Ich sollte allerdings mal ausprobieren, ob das Buch von hinten gelesen auch einen Sinn ergibt....aber über dieses Experiment werde ich dann später einmal erzählen.
Fitzek nimmt uns mit direkt an die Seite seiner Protagonisten. Er schafft es, genauso wie in dem Werk "Splitter", dass wir uns dem Haupcharakter sehr nahe und verbunden fühlen. So verwirrt wie dieser ist, sind wir als Leser nämlich auch.
Die Story fängt an sich schon packend an, aber zieht uns dann immer mehr in einen Strudel aus Spannung und Verwirrung, dazu im Mittelpunkt die Buchseiten, die einfach so an einem vorbeifliegen.
Wenn wir dann endlich am Schluss angelangt sind (nicht weil es langweilig wäre, sondern damit endlich die Auflösung naht) schickt uns Fitzek nochmals durch die Gegend und bringt die Spannung auf den absoluten Höhepunkt.
Ich persönlich kann den Hauptcharakter "Zorbach" nur allzugut verstehen, man leidet unter den ganzen Richtungswechseln, falschen Fährten und schier Unglaublichen mit und ist am Schluss froh, wenn man sich zur Lösung vorgearbeitet hat und das Buch glücklich ein letztes Mal schließen kann ohne sich ständig zu fragen, wie es denn ausgeht.
Ganz zum Schluss noch ein persönlicher Dank an Sebastian Fitzek der uns ganz nebenbei noch über die Welt aufklärt, in der Blinde sich zurechtfinden müssen, wie sie mit uns "Normalen" auskommen müssen und sich trotzdem so tapfer durchs Leben schlagen.
Note: 10/10