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Seth

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Freitag, 23. Juli 2010, 21:04

RPG: Die verlorenen Wälder

Es sind unruhige Zeiten in der Region von Kalad.

Kalad heißt die Region. Viele Wälder findet man darin, ein wenig Feld. Flüsse und Seen gibt es in einer großen Anzahl. Viele Wesen leben mal mehr und mal weniger friedlich in diesen Wäldern und den angrenzenden Feldgebieten zusammen. Wölfe, Werwölfe, Vampire, Menschen, Trolle, Zwergen, Elfen...alles was das Herz begehrt.

Die Randgebiete werden von Menschen bewirtschaftet. Kleinere Felder mit Getreide, die mit altertümlichen Gerätschaften bewirtschaftet werden, Menschen die mit Angeln an den Seen sitzen. Wölfe die Wild hetzen. Trolle die griesgrämig durch den Wald stapfen....

Lasst eurer Fantasie freien Lauf... und los gehts.
Denken
Reden


"Seelenhunde hat jemand einmal Hunde wie dich genannt - Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen auf andere Wege geführt haben - die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen"

Seth

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Freitag, 23. Juli 2010, 21:14

Der Regen prasselt nur so auf das Laubdach herunter. Die Wassertropfen sammeln sich auf den Blättern und kommen in dicken, fiesen Tropfen auf den Boden herunter. Mist! Schon wieder mitten auf die Nase denkt sich Seth. Sie ist eine Werwölfin. Vor vielen Jahren wurde sie, während sie mit ihrem Freund im Wald war von einem Werwolf angegriffen. Sie wurde verletzt, ihr Freund getötet. Sie wurde daraufhin zum Werwolf. Ausgestoßen von der Familie, die inzwischen schon lange nicht mehr lebt, streift sie durch die Wälder.

Sie spürt das weiche Moos unter ihren Pfoten, die stille im Wald, die nur von den heruntertropfenden Mammuttropfen unterbrochen wird. Die Vögel, den sie immer gerne zuhört, haben sich wohl auch irgendwo untergestellt... jedenfalls nicht hier, Seth hörte sie nämlich momentan nicht.

Eigentlich ist Seth als Werwölfin eine eindrucksvolle Persönlichkeit wenn man ihr unvermittelt im Wald begegnet. Was man auf den ersten Blick eher nicht sieht ist, dass sie über vieles was um sie herum passiert extrem unsicher ist. Die Wälder sind schließlich voller Gefahren. Man muss im Leben immer gut aufpassen, dass einem nichts passiert. Nicht umsonst hat sie schon so ein stolzes Alter erreicht... wie alt sie ist, kann sie zwar gar nicht mehr sagen, aber es ist schon ein langes, ja sehr langes Leben.

Andere Wesen im Wald findet sie eigentlich eher spanned. Sie nähert sich ihnen dann vorsichtig, allerdings meist mit dem Ergebnis, dass diese schreiend weglaufen. Das findet sie an sich schon etwas schade, aber dann fällt ihr auf, dass sie als Wolf mit schwarzem Pelz und bernsteinfarbenen Augen wohl auch etwas erschreckend auftritt

Seth hat im Laufe der vielen Jahren gelernt, dass die Verwandlung vom Mensch in Werwolf, bzw. umgekehrt nicht unbedingt vom Mond abhängt... geübte Wölfe können dies per Willenskraft bewerkstelligen.

Sie streckt sich genüsslich nach vorne und hinten, gähnt herzhaft und schleckt sich über die Schnauze Heute ist ein schöner Tag, ok... es regnet, aber es könnte schlimmer sein. Schauen wir mal, was dieser neue Tag so bringt...hoffentlich keine gefährlichen Dinge sagt sie und setzt sich in Bewegung


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Samstag, 24. Juli 2010, 10:11

Als das Zwergenmädchen erwachte, war es bereits dunkel geworden.
Sie lag im feuchten Gras unter einer riesigen Tanne, immer noch völlig kaputt von der langen Wanderung, die sie auf sich genommen hatte, um endlich einen Ort zu finden, an dem sie sich zu Hause fühlen konnte.

Nun war sie hier und dachte an die Zeit zurück, wie für sie alles begann.

Hineingeboren in die einflußreichste Familie ihres Dorfes, somit schon von Geburt an dazu bestimmt, die Gene der Eltern möglichst weit zu verbreiten und die Pflichten als Dorfoberhaupt irgendwann einmal weiter zu führen.
Damit fing für das Mädchen der Ärger schon an.
Es wurde zu diesem Zweck ein männlicher Stammhalter gebraucht, der der Familie aber nicht vergönnt war.
Dieses wurde ihr Zeit ihres jungen Lebens ständig vor Augen geführt.
Doch das richtige Unglück sollte erst noch kommen.
Durch eine Laune der Natur, hörte sie mit 10 Jahren plötzlich auf zu wachsen.

Sie wurde zwar im Dorf geduldet, aber nicht mehr akzeptiert.
Ihre Tage waren gezählt.
Man beschimpfte sie als Mißgeburt, als Schande des Herrn.
Sie mußte bei den Schweinen im Stall schlafen und ihr Essen im Wald selber suchen gehen.

Nach 6 langen Jahren voller Qualen machte sie sich nun auf die Reise, um endlich jemanden zu finden, der sie so mögen würde, wie sie ist.

Hier war nun, weit weg von dem Ort, der ihr zu Hause, aber niemals ihre Heimat war.
Eigentlich war ihr Name von Geburt an Maria, aber seid der Zeit, als sie nicht mehr wachsen wollte, nannte man sie nur noch Zwerg.
Da Maria für ihr Essen selbst sorgen mußte und oftmals wehrlose Tiere tötete, um selber überleben zu können, hatte sie sich selbst irgendwann den Namen Killerzwerg gegeben.

Wenn ich heute so darüber nachdenke, könnte es durchaus auch nützlich sein, so einen furcheinflößenden Namen zu tragen.
Man weiß doch nie, was einen hier in diesem Wald erwartet.
Sicher gibt es Räuber, wilde Tiere und andere finstere Gestalten.


Eine Träne bahnte sich den Weg über ihre Wange.

Jetzt bin ich ganz allein auf mich gestellt.
Hoffentlich werde ich es schaffen, einen Ort zu finden, an dem ich mich wohl und geborgen fühlen kann, vielleicht sogar Menschen, die sich nicht scheuen mich zu mörgen.


Mit diesen Worten, an sich selbst gerichtet, fielen ihr auch schon die Augen wieder zu.

Seth

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Samstag, 24. Juli 2010, 17:29

Seth wanderte wie üblich lange und ziellos im Wald umher. Sie hatte in der Zwischenzeit ein junges Reh erlegt und sich den Bauch vollgeschlagen. Gegen den Hunger musste man schließlich was tun... auch gefährliche Rehe angreifen. Dies machte sie allerdings nur, wenn es nirgends etwas anderes zu essen gab und sie sich hinterhältig an eins dieser Monster anschleichen konnte. Man weiß ja nie, auf was diese Tiere so alles Appetit haben. Sie hat zwar bisher nur gesehen, dass sie Gras und Beeren essen, allerdings ist sie sich nicht sicher, ob das nicht nur alles Tarnung ist.

Nachdem sie mittags das Reh allein verdrückt hatte, machte sie einen Mittagsschlaf. Mit diesem vollen Magen wäre sie eh nicht arg weit gekommen... sie hatte das Gefühl, dass ihr Bauch auf dem Boden schleifen müsse. So legte sie sich hin und verschlief den ganzen Nachmittag. Als sie wieder aufwachte, blinzelte sie müde, streckte sich und schüttelte sich kräftig um den Waldboden aus dem Fell zu bekommen.

Sie wanderte weiter umher und merkte, dass es bereits dunkel wurde. So lief sie in einem weiten Rechtsbogen um wieder an ihrem üblichen Schlafplatz anzukommen. Am Waldrand setzte sie sich kurz hin und schaute aus ihrer geschützten Position den Leuten im Dorf zu Ob sie denn wirklich glückllich mit ihrem Leben sind? Sie haben ein Haus, andere Menschen um sich herum und Haustiere, die ihnen Gesellschaft und Nahrung bieten...aber ist es wirklich schöner, als frei durch die Natur zu streifen? Sie ging weiter und hatte plötzlich einen fremden Geruch in der Nase. Menschlich, aber nicht aus dem Dorf kommend, sondern tiefer im Wald. Sie ging diesem interessanten Geruch nach um nachzusehen, ob vielleicht einer der Dorfbewohner sich verletzt hatte und Hilfe brauchte.

Sie kommt an einen der hohen, alten Tannen an. Der Boden ist voller Nadeln die sie an den Pfoten pieksen, aber das stört sie gerade eher weniger. Sie sieht einen Mensch dort schlafen... einen kleinen Mensch...vielleicht ein Kind? Sie beschließt, dass sie sich in etwas weiterer Entfernung hinlegt um das Mädchen nicht zu erschrecken wenn sie aufwacht.


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Samstag, 24. Juli 2010, 21:09

" Du bist eine verdammte Schande für unsere Familie, nein nicht nur für uns, fürs ganze Dorf.
Sie dich nur an, du Zwerg !
Nichts, aber auch gar nichts hast du mit uns gemein.
Was haben wir dem lieben Herrgott nur getan, daß er uns mit so einer Mißgeburt wie Dir bestraft ?
Ein Dach über dem Kopf, zum Schlafen kannst du haben, aber hier bei uns, in unserem Haus, wirst du nicht bleiben.
Leg dich zu den Schweinen und dem anderen Vieh in den Stall.
Dort gehörst du hin, das wird ab heute dein Platz.
Such es dir aus.
Entweder frist du mit den Schweinen, oder du suchst dir dein Fressen selber, aber von unseren Malzeiten wirst du keine mehr bekommen.
Wir werden das Kind des Teufels nicht länger unter unserem Dach beherbergen oder auch noch füttern. "

" Aber Vater, ich bin doch aus deinem Fleisch und Blut.
Warum willst du mich wegstoßen und bist so grausam zu mir ? "

" Sprich mich nie wieder an, du fruchbare Laune des Bösen !
Verschwinde aus meinem Haus und trete mir nie wieder unter die Augen ! "

Noch ehe sie die Chance hatte einen Schritt zu tun, flog auch schon eine Blechkanne an ihren Kopf.....


Unter Tränen wachte das Zwergenmädchen aus einem Albtraum auf.
Schweißgebadet sitzt sie, mit angezogenen Beinen zum Schutz, in der klirrenden Kälte.
Für einen kurzen Augenblick war sie sich nicht sicher, ob sie träumte oder wachte.
Aber dann wurde es ihr wieder schmerzlich bewußt.

Ja sie haben mich , gedemütigt, bespuckt, geschlagen, getreten und am Ende eines langen Martyriums vom Hof gejagt.
Wieso nur wollten sie mich nicht ?
Sie haben mich doch auf diese Welt gebracht.


Nun wurden ihre Tränen durch ein Schluchzen begleitet, welches sie mit ihrem Kopf in ihren Beinen vergrub.
So zusammengekauert, saß sie eine Weile in dem feuchten Gras unter der großen Tanne.
Dann hob sie ihren Kopf wieder an, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und blickte in den Himmel, um den vollen Mond zu betrachten.

Wie wundervoll friedlich er doch aussieht.

Plötzlich hörte ein Knistern von irgendwo ganz in ihrer Nähe
Sie drehte ihren Kopf in diese Richtung und erblickte im Dickicht, ein paar Meter von ihr entfernt, 2 grün funkelnde Augen, die sie anzuvisieren schienen.
Mit ein wenig Angst in den Knochen und äußerster Vorsicht, ging das Zwergenmädchen erst auf die Knie und stellte sich dann auf , mit dem Rücken an den Baum gelehnt, um einen weiteren Blick zu haben.

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Montag, 26. Juli 2010, 20:02

Seth hört das Mädchen im Schlaf etwas vor sich hinmurmeln...sie schien einen Alptraum zu haben. Sie überlegte, ob sie das Mädchen wecken soll, aber ob es gut ist, wenn man direkt neben einem großen schwarzen Wolf aufwacht? Dann vielleicht doch lieber weiter träumen. Sie beschließt noch dort zu warten und zu sehen, ob ihr auch nichts zustößt (sie erinnerte sich an die bösen Rehe und wusste spontan nicht, ob sie auch nachts auf Jagd waren). Wahrscheinlich hatte sie keine Heimat. Die Nächte werden jetzt zu dieser Jahreszeit aber schon wieder recht frisch, so dass ein Mensch nicht mehr lange draußen überleben würde.

Plötzilch wachte das Mädchen auf. Sie zitterte und schien noch etwas verwirrt zu sein. Seth wurde von ihr intensiv beobachtet, als sie sich vorsichtig erst auf Knie aufstütze und dann aufstand.
Seth beschloss ein paar Schritte nach vorne zu gehen um aus dem Schatten herauszukommen. Sie wolle sie nicht erschrecken, also hielt sie den Kopf schräg und hob die Pfote.

Hab keine Angst vor mir sagte sie leise. Ich sehe zwar etwas gefährlich aus, bin aber eigentlich gar nicht so schlimm...
Sie drehte den Kopf nun auf die andere Seite und wartete was passiert.


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Montag, 26. Juli 2010, 20:17

Das Zwergenmädchen blickte noch in das Dickicht, aus dem sie die Augen funkeln sah, als sich plötzlich eine dunkle Gestalt langsam auf sie zubewegte.
Es war ein Wolf.
Dem Mädchen zitterten die Knie.
Stocksteif stand sie da, an die große Tanne geleht und überlegte, ob sie die Flucht ergreifen, oder lieber versuchen sollte, sich nicht zu bewegen.
Die Angst saß ihr tief in den Knochen, bis sie plötzlich die leisen Worte vernahm, die dieses Tier offensichtlich sprach.

Wie ist denn sowas möglich ?
Schlaf ich denn immer noch ?
Oder bilde ich mir das schon ein, weil ich zu lange ohne Wasser und Brot geblieben bin ?


Einen Moment stand sie noch wie angewurzelt da und dann nahm sie ihren ganzen Mut zusammen, trat einen vorsichtigen, kleinen Schritt nach vorn und sprach mit zittriger Stimme.

Wer..... wer bist Du ?

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Sonntag, 1. August 2010, 19:19

Das Mädchen wirkte definitiv verwirrt. Naja... die wenigsten Menschen rechnen damit, dass sie von einem Wolf angesprochen werden. Das gibt es ja eigentlich gar nicht... allerdings gibt es Werwölfe "eigentlich" ja auch nicht.
Seth sieht an sich herunter und bemerkt zufrieden, dass sie aber nicht mehr wie ein Mensch, sondern auf jeden Fall wie ein Wolf aussieht Genau...so muss das nämlich auch sein. All die Menschen mit ihrer Wissenschaft. Was sie nicht sehen, glauben sie nicht.

Seth bemerkte, dass sie mit den Gedanken abschweifte. Sie schüttelte den Kopf und beobachtet das Mädchen. Dieses schien sichzu überlegen, ob sie fliehen oder stehen bleiben sollte. Da bleiben wäre Seth lieber, dann müsste man nicht hinterherrennen....das würde das arme Ding noch mehr erschrecken.

Das Mädchen machte auf dem unebenen, nassen Waldboden einen Schritt vor und fragte wer sie sei....

Hallo. Man nennt mich Seth. Ich war mal eine Frau wie du, doch dann wurde ich von einem Werwolf verletzt und wurde selber einer. Im Laufe von vielen Jahren habe ich gelernt wie ich zwischen den Gestalten des Wolfes und des Menschen willentlich wechseln kann. Deshalb hab keine Angst vor mir.
Sie hoffte, dass diese Worte überzeugend klangen. Sie war jetzt so lange allein, dass sie sich gar nicht mehr sicher war, wie man etwas glaubhaft erzählt.

Ist dir nicht kalt? Ich kann dir eine Ecke in meiner Höhle anbieten, wahlweise kann ich dir den Weg zum nächsten Dorf weisen, ganz wie du möchtest


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Sonntag, 1. August 2010, 21:04

Das Zwergenmädchen war immer noch verwirrt.
Nachdem sie den Wolf doch tatsächlich danach gefragt hatte, wer er denn sei, sah dieser erst einmal an sich hinab, als ob er es selbst nicht so genau wüßte.
Ein leichtes Schmunzeln umzug nun Killerzwergs Mund.
Das ist doch alles total verrückt.
Ein Wolf, der sprechen kann und ich glaub das auch noch.
Nein, daß muß ich mir eingebildet haben

Doch wie sie so ihren Gedanken nachhing, sprach der Wolf plötzlich wieder.
Es war eine Sie, die ihr versuchte zu erklären, daß sie eigentlich auch einmal ein Mensch war.

Die Wölfin bot ihr sogar einen warmen Platz an, oder ihr vielleicht auch den Weg in ein Menschendorf zu zeigen.
Bei Letzerem wundern Killerzwergs Augen ganz groß.
Die Angst trat zurück in ihren zierlichen kleinen Körper, ihre Beine wurden zu Pudding und sie sackte weinend in sich zusammen.

Nein, bitte kein Dorf.
Ich..... ich kann .... da nicht wieder hin.
Lieber sterbe ich, als je wieder unter Menschen zu gehen.

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Montag, 2. August 2010, 19:15

Seth beobachtete gespannt wie das von ihr gesagte bei dem Mädchen ankam.

Das Mädchen schien immernoch nicht wirklich glauben zu wollen, was sie von der Wölfin hörte. Denk doch mal nach Dummerchen sagte sie zu sich selber Du läufst durch den Wald und wirst von einem Wolf angesprochen. Wer wäre da denn nicht verwirrt? Wie hättest du dich denn damals verhalten?

Die kleine Menschenfrau schien ganz langsam sich aber mit der Idee von dem sprechenden Wolf anzufreunden.

Sie sagte zu Seth, dass sie keinesfalls in das Dorf möchte, sie schien davor eine panische Angst zu haben. Seth verstand das nicht. Die Dorfbewohner waren recht friedlich. Sie taten ihr nichts und sie verschonte dafür die Bürder und deren Vieh. Sie würde sich jetzt nicht wirklich als Freunde ansehen...aber irgendwie raufte man sich zusammen.

Seth stand auf und ging zu dem Mädchen...

Komm du Kriegerin. Wir gehen jetzt Richtung meiner Höhle. Wir werden uns ein wenig vor dem kommenden Unwetter unterstellen, reden, wenn du möchtest, kann ich was zu Essen organisieren. Wenn du wieder zu Kräften gekommen bist, dann sagst du mir, was dein Ziel ist... sagte sie und zog fröhlich wedelnd los....


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Montag, 2. August 2010, 21:53

Wirklich begreifen konnte das junge Mädchen diese Situation immer noch nicht.
Sie hatte nie zuvor davon gehört, daß es Tiere in den Wäldern geben soll, die sprechen können.
Gab es denn noch mehr davon und hatte man ihr die einfach vorenthalten, so wie man ihr schon seid 6 Jahren nichts mehr begebracht hat.
Das Einzige, was sie wußte war, wie man sich etwas zu Essen beschafft und überleben hatte sie auch gelernt.
Da sie aber seid langer Zeit mit den Schweinen zusammen lebte und die bereitwillig ihr Lager mit ihr teilten, hatte sie die Tiere zu schätzen gelernt.
So zögerte sie nicht lang, als ihr Seth anbot, mit ihr zusammen in dessen Höhle zu gehen, um sich vor einem bevorstehenden Unwetter zu schützen.

Ich begreife es zwar immer noch nicht, wie das alles möglich ist, aber bestimmt wird sie mir nichts tun.
Wenn sie das gewollt hätte, wäre es doch sicher schon passiert.

Dachte Killerzwerg nach, während sie hinter Seth her lief.

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich das Gefühl zu träumen, oder nicht mehr unter den Lebenden zu weilen.
Kann es sein, daß ich schon gestorben bin und du gekommen bist, um mich an den Ort zu bringen, an dem ich meine letzte Ruhestätte finden soll ?

Richtete sie die Worte an ihre Führerin.

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Dienstag, 3. August 2010, 19:53

Seth lief auf dem weichen Waldboden fröhlich entlang und freute sich, dass das Mädchen sich dazu entschlossen hatte ihr zu folgen. Der Regen ließ nicht mehr lange auf sich warten. Die gute Nase der Wölfin war immer gut um Unwetter vorherzusagen, außerdem bekam sie immer so ein Kribbeln auf dem Rücken, wenn ein Unwetter drohte....allerdings kann das auch von fiesen kleinen Plagegeistern kommen.

Seth hielt an um zu schauen, ob ihre neue Freundin auch hinterherkam. Sie blickte ihr ins Gesicht und dachte sich, dass das arme Mädchen wirklich traurig und sehr nachdenklich aussah. was haben sie mit dir nur angestellt? fragte sie sich. Ich habe noch nie ein junges Mädchen gesehen, was so traurig aussah. In ihrem Alter sollte sie mit ihren Freundinnen umhertoben, Spaß am Leben haben und die Natur genießen.

Das Mädchen fragte Seth ob sie vielleicht schon Tod ist und sie sie nur an den richtigen Platz für das Leben nach dem Tod geleiten würde.

Dann müsste ich ja auch tot sein sagte Seth und blieb unvermittel stehen und schaute dem Mädchen ins Gesicht Das kann ich zwar nicht ganz ausschließen, aber eigentlich fühle ich mich ganz lebendig. sagte sie vergnügt wenn ich es aber richtig einschätze, dann bist du sehr lebendig. Traurig, aber lebend. Das werden wir schnell ändern sagte sie feierlich also... ich meine... das mit der Traurigkeit... nicht das mit dem Leben stammelte sie schnell noch heraus.

Sie wurde leicht rot um die Schnauze und befürchtete, dass man es sogar durch das Fell sehen konnte.


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Dienstag, 3. August 2010, 22:10

Killerzwerg prustete laut los, als Seth sie unfreiwillig aufheiterte.
Sie wollte ihr wirklich die Traurigkeit nehmen und für einen Moment klappte das sogar.
Wie lange hatte sie schon nicht mehr lachen können ?
Hatte sie eigentlich überhaupt einmal herzhaft gelacht ?
Ja sicher ganz früher einmal, als die Welt für sie noch halbwegs in Ordnung war und man ihr nur vorhalt, kein Junge geworden zu sein.
Da hatte sie sogar Freunde.
Ja früher hatte sie viel Spaß, aber das ist schon lange her.

Gut, tot bin ich also nicht und eingebildet habe ich mir auch nicht, daß diese Wölfin mit mir spricht.
Na gut, ein sprechendes Tier ist immer noch besser, als in der Einsamkeit zu enden und niemanden zu haben.
dachte sie Vielleicht finde ich in Seth ja eine Freundin.


Danke, du bist wirklich witzig.
Jetzt fühle ich mich schon gleich ein bißchen besser.
Obwohl mir alles doch noch sehr unwirklich vorkommt, denke ich, daß ich trotzdem sagen kann, daß ich mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt habe.
Ich danke dir auch dafür, daß du bereit bist, mir einen Platz in deiner Höhle anzubieten.

Ein leichtes Lächeln umspielte bei diesen Worten ihre Lippen.

Das junge Mädchen folgte der Wölfin durch das feuchte Unterholz und sondierte dabei die Umgebung.
Es war schon Herbst und man konnte deutlich den Geruch des Waldes aufnehmen.
Bald würde der Winter hereinbrechen.
Bis dahin sollte sie einen Platz gefunden haben, an dem sie dauerhaft bleiben konnte und vor der Kälte geschützt war.
Aber erst einmal hatte sie für heute Nacht einen Platz.
Das reichte ihr vorerst.

Seth

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Mittwoch, 4. August 2010, 20:07

Seth war ihr Versprecher unglaublich peinlich. Sie hätte im Erdboden versinken können so einen Schwachsinn kannst auch nru du sagen dachte sie sich Da ist sie schon verängstigt und du schaffst es noch nicht mal etwas zu sagen, was sie ein wenig aufheitert.

Das Mädchen lachte plötzlich und meinte sogar, dass Seth witzig wäre....nun gut...das war zwar nicht beabsichtigt, aber ein wunderbarer Nebeneffekt.

Die zwei setzten sich wieder in Bewegung und gingen gemütlich durch den Wald. Das bereits heruntergefallene Laub raschelte zwischen ihren Füßen, die Vögel hüpften über den Boden und suchten zwischen den Blättern nach Insekten. Seth fiel wieder einmal auf wie gern sie den Wald hatte. Wiesen waren zwar auch schön, aber eben nicht so schön wie der Wald. Sie hielt ihre Nase in den Wind, schnupperte und sog genüsslich den Waldduft ein. Als Mensch war ihr Geruchssinn um ein vielfaches schlechter.

Komm meine Liebe. Es ist nicht mehr weit von hier. Hoffentlich schaffen wir es noch vor dem Regen in die Höhle. Dort können wir ein Feuer anmachen und dem Regen zuschauen. Ich liebe das. Dort kann ich auch meine Kleidung holen und mich in einen Menschen verwandeln, dann ist es für dich nicht mehr so unwirklich mit mir zu reden.


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Mittwoch, 4. August 2010, 21:57

Die Idee sich mit Seth in dessen Höhle ans Feuer zum Wärmen zu setzen und sich dann mit ihr von Mensch zu Mensch unterhalten zu können, gefiel dem jungen Mädchen.
Sie war schon sehr gespannt darauf zu sehen, wie die Wölfen denn in ihrer menschlichen Gestalt wohl aussehen würde.
Mit Sicherheit aber wohl um Einiges größer als sie selber.
Killerzwerg war ja nur einen Meter zwanzig groß.

Gut, daß du noch einmal erwähnt hast, daß du eigentlich ein Mensch bist.
Irgendwie hatte ich das schon wieder völlig verdrängt und mich von daher gerade gefragt, wie du wohl ein Feuer anbekommen würdest
sagte sie mit einem leichten Grinsen.
Es ist wirklich schön endlich jemanden zu treffen, der sich mit mir unterhalten möchte und mich nicht als üble Laune der Natur sieht.

Killerzwerg hielt einen Moment inne, hockte sich vor einen Busch und sah einer kleinen Raupe zu, wie sie über die frisch gefallenen Blätter am Boden kroch.

Du wirst bald ein wunderschöner Schmetterling sein.
In allen Farben strahlen, hinauf steigen in die Lüfte und dann einen Partner finden, der dich so lieben wird, wie du bist.

Du hast es gut.
Sprach sie den letzten Gedanken laut aus, bevor sie sich wieder aufstellte und ihren Weg fortsetzte.

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Donnerstag, 5. August 2010, 19:48

Eine Zeit lang liefen sie schweigend nebeneinander her.

Ein Wolf zu sein ist zwar sehr praktisch sagte sie auf die Äußerung von dem Mädchen, als sie sich schon fragte, wie Seth das Feuer entfachen wollte als Wolf man friert nicht so schnell und hat erstaunliche Fähigkeiten, aber die menschlichen Daumen sind einfach super und so Hände kann man auch immer wieder gebrauchen sagte sie. Warum sollte man dich nicht mögen. Was ist an dir anders, außer dass du etwas kleiner bist? Wir sind wie wir sind. Daran können wir nur sehr wenig ändern. Es kommt auf unsere Seele an, nicht auf die Hülle.

Seth hatte das Gefühl, dass das Mädchen die letzten Worte gar nicht mehr richtig wahrgenommen hat. Sie kniete am Waldboden und beobachtete eine kleine Raupe, die durchs Laub kroch.

Glaub mir... nicht nur die hübschen und schönen haben es gut im Leben. Sie haben nur Freunde die wegen Aussehen oder Geld bei ihnen sind. Menschen wie wir... wir haben Freunde, weil sie uns so mögen wie wir sind.

In einiger Entfernung sah man schon die Höhle. Sie war relativ groß, die Felsen außen von Moos bewachsen, so dass sie mit der Umgebung fast verschmolz.


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Donnerstag, 5. August 2010, 22:03

Seth´s Worte hallten in Killerzwergs Kopf noch lange nach.
Ja, sie hatte Recht.
Was war denn mit ihr nicht in Ordnung, außer daß sie eben nicht so groß war, wie alle anderen Menschen ?
Sie war doch trotzdem ein menschliches Wesen, mit Hoffnungen, Träumen und vor Allem auch Gefühlen.
Wieso nur war das ihrer Familie egal ?
Das würde sie wohl nie verstehen.

Wenn ich das nur wüßte gab sie zurück Mein Schicksal hatte sich schon besiegelt, als ich im falschen Geschlecht geboren wurde.
Meine Eltern wollten einen Jungen, als Stammhalter.
Daß ich aber keiner war, haben sie mir dann immer wieder vorgehalten.
Allerdings konnte ich damit noch ganz gut leben, bis ich dann plötzlich nicht mehr weiter wachsen wollte.
Da war für mich alles vorbei.
Sie haben mich verstoßen und als Strafe Gottes beschimpft, mich zu den Schweinen gesperrt, mit Steinen beworfen, bespuckt und verachtet.
Jetzt da ich endlich 16 Jahre alt bin, habe ich beschlossen zu gehen, denn dort hatte ich keine Zukunft.
Niemand würde mich lieben, geschweige denn, mich zur Frau nehmen und vielleicht eine Familie mit mir gründen wollen.
Jetzt bin ich hier und auf der Suche nach einem Ort, an dem ich leben kann, ohne daß man meine Anwesenheit mißbilligt.


Man konnte schon einen großen mit Moos bewachsenen Felsen sehen, auf den Seth geradewegs zusteuerte.
Sollte das das zu Hause der Wölfin sein ?
Hier schien es auf jeden Fall sicher zu sein.
Ein schönes Versteck, daß sich in die Umgebung integrierte, geradezu harmonisch ins Landschaftsbild paßte.

Seth

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Freitag, 6. August 2010, 19:53

Seth hörte gespannt und gleichzeitig entsetzt dem Mädchen zu, als sie ihre Lebensgeschichte kurz zusammenfasste. Sie konnte es gar nicht fassen, dass es Eltern gab, die solch Unmenschen waren. Dass Menschen leider nicht gerade liebevoll miteinander umgingen war ja nichts neues, aber sowas hatte sie ja noch nie gehört. Sie merkte, wie sie richtig wütend wurde... sie hätte Lust gehabt, der Familie mal einen Besuch abzustatten.

Das was du da erzählst ist ja schrecklichfing Seth an. Ob man nun zu groß oder zu klein ist, kann man doch gar nicht verallgemeinern! Es ist eine Schande, dass deine Eltern dich so behandelt haben. Dich trifft keinerlei Schuld. Deine Eltern würde ich gerne mal kennen lernen sagte sie und zog die Lefzen etwas nach oben und schleckte sich über die Nase.

Ha!! Gut dass du weggelaufen bist. Dort hat gar niemand deine Gesellschaft verdient...also wirklich. Ich behaupte einfach mal, dass die Gesellschaft der kleinen Grunzeschweinchen eine wesentlich bessere war, als die der restliichen Dorfbewohner.

Sie waren inzwischen direkt vor der Höhle angekommen und Seth schnupperte in der Luft um zu kontrollieren, wer in den letzten Stunden alles da gewesen war.


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Freitag, 6. August 2010, 21:13

Das junge Mädchen schien in Seth wirklich eine Freudin gefunden zu haben.
Allerdings machte ihr der Gedanke auch etwas Angst, als sie ihr sagte, daß sie ihrer Familie mal gern einen Besuch abstatten würde.
Killerzwerg wollte diese Leute nicht mehr wiedersehen, aber trotzdem waren es noch ihre Eltern; so komisch und seltsam es auch war, sie liebte sie, auch wenn sie sie so sehr verletzt hatten.
Immerhin waren sie vom selben Blut.

Vielen Dank für das Angebot, aber ich glaube, das lassen wir doch lieber.
Es wäre mir recht, wenn ich nie wieder in mein Drof zurück müßte.
Einfach zu viele schmerzhafte Erinnerungen kämen in mir hoch, wenn ich dort noch einmal hin müßte.
gab sie etwas geknickt wieder.

Sie merkte, als sie nun direkt vor der Höhle standen, daß die Wölfin offensichtlich versuchte mit ihrer Nase die Lage zu ergründen.
Zu riechen, ob jemand da war, der dort nichts zu suchen hatte.

Gleich würden sie die Höhle betreten und dann könnte das junge Mädchen endlich sehen, wie die menschliche Gestalt ihrer Begleiterin aussah.
Darauf war sie mehr als nur gespannt.
Ja sie brannte gerade zu darauf den Menschen in dem Wolf begrüßen zu dürfen.

Seth

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Samstag, 7. August 2010, 19:39

Das Mädchen wollte offensichtlich nicht, dass Seth ihrer Familie mal einen netten Besuch abstattete. Eigentlich hatte sie auch nicht vorgehabt dorthin zu laufen, das war bestimmt ein weiter Weg und außerdem mochte sie Gewalt nicht unbedingt.

Sie schnupperte intensiv in der Luft aber außer ein paar der vielleicht gefährlichen Rehe und ein paar süßen Hasen war offensichtlich am Tag niemand vorbeigekommen. Sie ging in die Höhle hinein. Es erschien ihr trotz ihrer guten Augen erstmal unnatürlich dunkel, weil sie von der Helligkeit hereingekommen war. Der Stein unter ihren Pfoten war angenehm kühl.

Komme herein junge Dame. Wenn du ein wenig noch hinein gehst, findest du auf der rechten Seite ein paar kleinere Felsen, die kann man hervorragend als Sitzgelegenheit nehmen, sogar ein kleiner steinerner Tisch ist dort. Ich hole nur schnell meine Kleidung und veränder schnell mein Aussehen. Dann bin ich wieder ein fast normaler Mensch, da ist die Unterhaltung bestimmt einfacher.

Sie ging die Höhle noch mehrere Meter hinein, zerrte unter einem Felsvorsprung einen Bündel Kleidung mit dem Maul heraus und trug diese noch weiter in die Höhle. Dort angelangt, legte sie den Bündel auf ihr warmes Schaffell und fing an, sich von einem starken Wolf in die zierliche Frau zu verwandeln, die sie einmal war. Der Prozess ging nicht innerhalb ein paar Sekunden, aber nach ein paar Minuten war es vollbracht und sie zog sich flink ihre Kleidung an. Das Strähne von ihrem blonden Haar hing ihr ins Gesicht und sie schob sie hinter das Ohr. Mit ihren 1,70m war sie keine große Frau, aber trotzdem deutlich größer als das Mädchen. Sie hoffte, dass die junge Dame es ein wenig einfacher hatte, wenn sie einem Menschen gegenübersaß.


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