Titel: Way out
Originaltitel: The Hard Way
Erscheinungsjahr: August 2009
Verlag Blanvalet Verlag
Autor: Lee Child
Genre: Krimi / Thriller
Seiten: 448 Seiten
ISBN oder Bestellnummer - ISBN-10: 376450238X
- ISBN-13: 978-3764502386
Inhalt: Jack Reacher, der wohl härteste, kompromissloseste und einzelgängerischste Ermittler, den die gegenwärtige Thrillerliteratur zu bieten hat, stolpert eher zufällig in seinen zehnten Fall: In einem Café in Manhattan sitzend, beobachtet der ehemalige Militärpolizist eine Geldübergabe. Kurz darauf wird er von dem undurchsichtigen Edward Lane engagiert: Die Ehefrau dieses dubiosen Mannes, der mit dem „Verleih“ von Söldnern an im Krieg oder Bürgerkrieg befindliche Staaten viel schmutziges Geld verdient, und ihre Tochter sind mitsamt ihrem Fahrer am helllichten Tag entführt worden. Lane bietet Reacher eine Million, wenn er ihm hilft, die Entführer zu fassen. Dass Lane sie dann sicher nicht der Polizei übergeben, sondern auf seine Art bestrafen wird, ist Reacher klar – und er hat kein Problem damit. Eine Million Dollar Lösegeld hat Lane bereits bezahlt – die Übergabe hatte Reacher beobachtet. Die nächste Forderung, fünf Millionen, bezahlt Lane ebenfalls – wiederum ohne dass die Geiseln freigelassen werden. Als die Entführer die dritte Forderung stellen, viereinhalb Millionen, eine ungewöhnlich krumme Zahl, wird Reacher klar, dass hier keine gewöhnliche Entführung vorliegt, sondern die Gesamtsumme von 10,5 Millionen eine symbolische Bedeutung hat und es um einen persönlichen Rachefeldzug gegen Lane geht. Dieser Verdacht verhärtet sich, als Reacher herausfindet, dass Lanes erste Frau vor Jahren ebenfalls entführt und trotz Lösegeldzahlung getötet worden ist... (Quelle: Amazon.de)
Sonstiges: Das Besondere an der Figur Jack Reacher ist, dass er sich als außerhalb des Gesetzes stehend begreift und nicht davor zurückschreckt, illegal und brutal zu operieren, um das durchzusetzen, was er für Gerechtigkeit hält. Diese Eigenschaft kommt speziell im Showdown deutlich zum Tragen und sorgt für ein atemberaubendes Finale. Die zweite Besonderheit an den Jack-Reacher-Thrillern ist der Stil: Stakkatohaft, in so kurzen, abgehackten Sätzen wie möglich wird die Handlung in einem schwindlig machenden Tempo vorangetrieben. Kein überflüssiges Wort, nur Dialoge und Action – das ist großartig gemacht und trägt als dritte Komponente neben Hauptfigur und Plot zur kristallinen Härte des Romans bei. Ein nahezu perfekter Thriller, an dem einfach alles stimmt.
-- Christoph Nettersheim (Quelle: Amazon.de)
Fazit: "Way out"...da ist es also. Das 10. Buch der Jack Reacher Reihe. Warum man einen englischen Titel mit einem anderen englischen Titel austauscht ist mir persönlich zwar nicht klar, aber darum soll es hier auch nicht gehen.
Jack Reacher ist ein Garant für ein flüssiges Lesevergnügen und das Buch liest sich quasi von alleine. Einziger Unterschied zu den sonstigen Romanen ist aber eindeutig, dass der große Held in diesem Buch Fehler macht. Dies macht ihn allerdings nicht weniger sympathisch...eher glaubwürdiger.
Lee Child hat mit dem Ex-Militärpolizisten Jack Reacher eine Kultfigur geschaffen, die ich so bisher in keiner ähnlichen Form wiedergefunden habe. Stets direkt steuert er auf sein Ziel zu und es interessiert ihn nicht, ob er sich dabei unbeliebt macht. Dank seiner Größe und der Ausbildung geht das für die Angreifer meist eh sehr schnell sehr schlecht aus.
Note: 9/10