Titel: Stimmen der Angst
Originaltitel: False Memory
Erscheinungsjahr: Erschienen in Deutschland: 2001,Erschienen in USA: 1999
Verlag Heyne (Juli 2002)
Autor: Dean Koontz
Genre: Psychothriller
Seiten: 767
ISBN oder Bestellnummer ISBN-10: 3453210808
Inhalt:Niemand wird behaupten, die Romane des Dean Koontz würden sich durch übertriebene Eleganz und Feinsinnigkeit auszeichnen. Seine Bösewichte allerdings sind unübertroffen, und die Konsequenz, mit der er Buch um Buch ganz normale Menschen in die Klauen der Paranoia treibt, ist einzigartig.
Aktuelles Beispiel: Dusty und Martie Rhodes sind typische Vertreter der bürgerlichen Mittelklasse, die sich redlich bemühen, über ihrer Karriere nicht ihre Mitmenschen zu vergessen. Martie versucht, ihrer unter Agoraphobie leidenden Freundin Susan zu helfen, für die es fast unmöglich ist, das Haus zu verlassen, so sehr hat sie Angst vor freien Flächen. Dusty möchte einem schwarzen Schaf seiner Familie unter die Arme greifen, dem Jungen Skeet Caulfield, der gerade endgültig die Kontrolle über sein Leben verliert.
Auf direktem oder indirektem Wege landen alle Beteiligten bei Dr. Ahriman, einem ortsansässigen Psychiater. Doch der viel gelobte Arzt hat selbst einige handfeste Probleme, unter denen ein ausgeprägter Hang zur Fresssucht nur das kleinste ist. Heimlich pflanzt er seinen Patienten falsche Erinnerungen ein (das amerikanische Original des Romans heißt False Memories und unterwirft sie damit seinem Willen.
Sonstiges:Psychothriller vom Feinsten... :hyp:
Fazit:Auch eins der Bücher, die ich schon 3 oder 4 mal gelesen hab und die aber auch nie langweilig werden. Den Strudel aus "Horror" (nicht im eigentlich blutigen Sinn gemeint) in den die Opfer geraten, ist toll beschrieben... erst fängt es mit Kleinigkeiten an, die immer mehr Auswirkungen haben.
Manche Meinungen gehen dahin, dass es der beste Koontz sei... aber da hat jeder wohl seine eigene Meinung... auf jeden Fall ist es bei meinen Lieblingsbüchern dabei...
Erster SatzAn jenem Dienstag im Januar, der ihr Leben für immer verändern sollte, wachte Martine Rhodes mit Kopfschmerzen auf, bekam Sodbrennen, nachdem sie zwei Aspirin mit Grapefruitsaft hinuntergespült hatte, sorgte dafür, dass es einer dieser denkwürdigen Ich-hasse-meine-Frisur-Tage wurde, indem sie sich die Haare mit Dustins Shampoo wusch, brach sich einen Fingernagel ab, ließ ihren Toast anbrennen, entdeckte eine Ameisenstraße im Einbauschrank unter der Spüle, eliminierte die Tierchen mit einer Dose Ungezieferspray, die sie so verwegen zum Angriff schwenkte wie Sigourney Weaver den Flammenwerfer in einem dieser alten Alien-Filme, beseitigte die Spuren des Gemetzels mit einer Papierserviette, summte, während sie die winzigen Leichen feierlich im Abfalleimer entsorgte, Bachs Requiem vor sich hin und erhielt einen Anruf von ihrer Mutter Sabrina, die auch drei Jahre nach der Hochzeit immer noch hartnäckig das baldige Scheitern von Marties Ehe prognostizierte.
Note:10/10