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Kommentar:
Ich muss hier mal auf dem Covertext zurückgreifen, denn sonst hätt
ich den ganzen Film in nur einen Satz zusammengefasst, denn
story-technisch ist hier nicht viel los. Und der Film ist auch so
stinklangweilig, dass es mir auch nicht wert erscheint mir viele
Gedanken über das Gesehene zu machen. In letzter Zeit waren wieder
einige Griffe ins Klo dabei. Aber in meiner Pflicht als Movie-Reviewer
schreibe ich eben über (fast) alles Gesehene.
Die, die den Film jetzt schon gesehenen habt – habt ihr euch auch gefragt ob
der Titelgeber zu
Alien vs. Zombies den Film überhaupt gesehen hat?
Denn es fallen mehrere Dinge auf – zu einem gibt es keine Zombies im Film.
Das was man hier für Zombie halten könnte, sind viel mehr Mutierte und den
Unterschied zwischen einem Mutanten und einem Zombie dürfte selbst ein
Nicht-Zombiekündiger kennen.Weiter geht es mit dem Alien – wo war das?
Das was das Alien vielleicht sein soll, sehe ich viel mehr als eine der
Weiterentwicklungen der Mutanten an. Außer man lehnt sich an die
Übersetzung “Fremder” für Alien– da würde man der Sache schon näher
kommen, wenn auch nur gering. Sollte man doch meinen, dass es sich hier um
ein Alien und Zombies handelt, muss doch wohl deutlich auffallen, dass die
beiden Arten nicht gegeneinander sind, sondern sich gegen die Menschen
richten. ‘epic fail’ könnte man meinen und wieder ein Film, der mit seinem
Titel einen Irrglauben versetzt. Für den deutschen Verleih hätte es auch mit
The Dark Lurking gereicht, aber ein “Zombie” im Titel und ein uncut-
Aufdruck verkaufen sich besser.
Wählt man aber so einen Titel, denkt man sich etwas dabei, denn nach
Sichtung (?) wird man wohl gemerkt haben, dass dieser Film nur etwas für
Trashfans ist und diese Gemeinde ist nun mal innerhalb der
Horrorgemeinde eher klein. Denn der Film hat nichts Gutes zu bieten –
ausgenommen sind die handgemachten SFX. Die sind die Einzigen, die ich
hier loben kann, aber dazu gleich noch mehr. Vorher muss ich mich dem
hervorragenden Drehbuch widmen. Von den kleinen Löchern möchte ich mal
absehen und auch von den Drehfehlern, sowas kann ich kleinen
Produktionen mal vorkommen. Viel interessanter sind die Top-Dialoge in
denen man wohl besonders cool fluchen wollte. Nur leider geht das nicht
auf und es wirkt recht lächerlich. Ob es im Original auch so schlimm
ist, kann ich nicht beurteilen da ich den Film mir jetzt erstmal auf
deutsch gegeben habe. Der O-Ton wäre wohl rückblickend die bessere Wahl
gewesen, denn die Synchro lässt den Film auch nicht besser da stehen.
Bei den Dialogen hätte man ruhig etwas mehr Kreativität walten lassen
können. Vorallem hat das Drehbuch einen ganz guten Ansatz. Aber leider –
wie so vieles bei diesem Film – hat man hier viel Potential verschenkt.
Man hätte die ganze Geschichte anders aufbauen sollen, denn wirklich
interessant wird es erst im letzten Drittel als das Ganze beginnt sich
aufzulösen. Da ist die Idee wirklich nicht schlecht, aber bis man dahin
kommt, hat man erstmal mit viel Langeweile zu kämpfen, denn Spannung
gibt es hier nicht. In einem kurzen Moment bei etwa der Hälfte des Films
gab es einen Ansatz dafür, aber auch der verflog schnell. Schade drum…
es hätte den Film vielleicht doch noch ein bisschen retten können. Aber
bedenkt man dann wiederrum die sehr oberflächlichen Charaktere, verzieht
sich selbst der noch kleinste Hoffnungsschimmer für diesen Film. Hier
ist wirklich jeder austauschbar und es gibt keine Sympathieträger und
den Charakteren wird durch das untere Mittelmaß an darstellerischen
Leistungen auch kein Gefallen getan. Überzeugen konnte keiner der
Anwesenden… außer die Mutanten dank dem tollen Masken und SFX.
Nur leider geht auch von diesen keine Bedrohung aus, denn mit
schweren Waffen sind sie schnell beseitigt. In diesen Momenten ist der
Film recht achtionlastig und es kommt zu ordentlichen SFX – zum Glück
sind diese zumindest handgemacht, sodass man sich als Splatterfreund
dran erfreuen kann. Es spritzt schon ordentlich ohne überzeichnet zu
sein und auch nicht immer in rot. Manchmal wird es auch schleimig-weiß –
was wohl auch der Jugendfreigabe mit der FSK16 zu gute kommt. Mit dem
vermeintlichen Alien gab man sich auch Mühe – einen Menschen ins Kostüm
gesteckt, Maske auf und los geht der Spaß. Es sieht einfach besser aus
und in spannenden Film – anders als in diesem hier – wirkt es auch
einfach viel besser. Da kommt die CGI-Mühle einfach nicht mit und ich
hoffe doch, dass das in Zukunft auch weiterhin von den Filmschaffenden
erkannt wird. Auch wenn CGI manchmal die billigere Variante ist.
Mehr habe ich zum Film nicht zu sagen. Er ist einfach langweilig,
weil keine Spannung aufkommt. Hätte man die Idee, die am Ende
ersichtlich wird anders aufgezogen und bessere Darsteller gehabt, hätte
doch ein guter Sci-Fi-Horrorfilm draus entstehen können. So wie er ist,
ist er höchstens was für Trashfans und selbst die werden noch durch den
Titel
Alien vs. Zombies in die Irre geführt.
Verschenkte Zeit und Potential