Review:
Ich möchte schon einmal vorher sagen, dass mir die Serie sehr gut gefällt und das ich keine Ahnung inwiefern die Serie noch etwas mit
Der Sechs Millionen Dollar Mann (1973) oder
Die sieben Millionen Dollar Frau (1976) zu tun hat. Ich habe den Film bzw. Serie nie gesehen, weil sie mich bisher nicht wirklich interessiert haben. Auch keine der späteren Fortsetzungen. Ich weiß zwar in etwa um was es dort geht, betrachte diese Serie aber als eigenständig.
Man sollte ja sonst mit positiven Aspekten eines Films oder wie hier Serie anfangen, aber ich werde mich erst einmal den Negativen widmen, denn dort gibt es nur 2 Dinge, die mich nerven und für 1 davon kann die Serie nicht einmal etwas.
Dies wäre nämlich, dass die Serie nach nur 8 Episoden aufgrund niedriger Einschaltquoten abgesetzt wurde. Das regt mich auf! Nicht nur, dass mir die Serie an sich gefällt, sondern auch weil da Potenzial vorhanden ist, aber nicht genutzt wurde und wenn ich dann sehe, dass solche Rotz-Serien wie
Lost bis zur 6. Staffel geführt werden, kann ich mich nur an den Kopf fassen.
Ich weiß nicht was damals 2007 im Ami-Land los war. Gab es da irgendwas Besonders oder lief vielleicht eine etwas bessere Serie zur selben Zeit!? Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier zu wenige eingeschaltet haben. Es ist verdammt schade drum, dass man diese Serie so sehr verschenkt hat.
Die andere Sache, die mich nervt, ist das es in der Serie Momente gibt wo Jamie Sommers (bzw. Michelle Ryan) in Zeitlupe läuft. Ist erst einmal noch nicht schlimm. Aber Jamie ist nun mal eine Frau und Frauen haben Brüste und wenn Frau nicht gerade Mäusefäustchen hat und keinen Sport-BH trägt, dann kommt dort etwas in Bewegung... das hat man hier zu sehr ausgereizt. Ein oder zwei Mal ist da ja ganz nett. Michelle Ryan ist auch eine hübsche junge Frau, aber wenn sie öfter in Zeitlupe rennen sieht und die Kamera immer so ist, dass man auch dieses Auf und Ab gut im Blick hat, wird es irgendwann albern.
Diese beiden Sachen sind meine einzigen Kritikpunkte. Ansonsten hat die Serie alles richtig gemacht. Kann es echt nicht verstehen, dass man die Serie verschenkt. Die Geschichte an sich fetzt schon. Da ist diese junge Frau, die bei einem Autounfall fast drauf geht, dann aber wird ihr Leben durch bionische Körperteile gerettet und da fängt sie an für eine Geheimorganisation zu arbeiten und erfährt im Verlauf, dass es noch eine andere (erste) bionische Frau gibt, die ihre Gegenspielerin darstellt und nebenbei noch den Terror bekämpft.
Da gibt es diese Serie, die einen neuen Wind in die Agenten-Thriller-Serien bringt und dann wird die frühzeitig angesetzt! Alle schreien immer nach Neuem und dann werden Sci-Fi-Elemente beigefügt und dann passt das denen nicht. Da hätte wirklich etwas Tolles draus entstehen können. Aber so wie es ist, bleibt leider viel im Unklaren. Die Serie lässt einem mit sehr vielen offenen Fragen zurück, aber damit muss man nun leider leben. Immerhin ist das Ende recht versöhnlich. Man ist zwar mittendrin, aber es gibt keinen bösen Cliffhanger. Ich finde, dass man mitleben kann - auch wenn man noch einen Haufen Fragen hat. Man muss halt das Beste draus machen und sieht
Bionic Woman eben als Mini-Serie an.
Lässt man sich auf dieses kurze Vergnügen ein, bekommt man eine Serie geboten, die einem auch zu unterhalten weiß. Ich will auf den Inhalt nicht näher eingehen, denn den kann man selber komplett entdecken. Aber die Atmosphäre bietet einem viel - über Spannung, Humor, eine kleine Romanze ist mit dabei, die Charaktere entwickeln sich alle und man findet seine Sympathieträger, aber auch die denen man Antipathie entgegenbringt - was aber im Verlauf doch noch einmal überdacht werden muss. Action ist dann auch dabei - aber ohne zu übertrieben zu sein. Eigentlich alles was man von einer (Thriller-) Serie erwarten möchte.
Das man in einer Serie eben auch mehr Zeit hat, haben auch die Darsteller die Möglichkeit ihren Charakter entfalten zu können und hier blühen sie auch schon auf. Manch einer vielleicht zu schnell, aber das macht nichts. Im Gesamtbild fügt sich alles sehr gut zusammen. Die Darsteller spielen wirklich gut und ich kam ja auch erst durch Michelle Ryan auf die Serie. Ich sah damals den Trailer und dachte mir das sie doch ganz gut aussieht - schaust du einfach mal rein. Habe mir dann mal 2 Folgen (2. und 3.) angesehen und war da schon begeistert. Der Kauf der Serie auf DVD hat sich für mich vollkommen gelohnt. Bei mir werden die beiden DVDs öfter im Player landen.
Daher meine ich auch, dass andere Serien-Fans dieser Serie ruhig einmal eine Chance geben sollten. Man hat nichts verkehrt gemacht - von den zu sehr ausgereizten Zeitlupenaufnahmen mal abgesehen - und dennoch fand die Serie keinen Anklang. Von mir bekommt die Serie eine klare Empfehlung.